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März 2024

„Tag des Unkrautes“ am 28. März

Ehre wem Ehre gebührt,“ heißt es im Volksmund, wenn jemand be­son­de­re Wert­schät­zung verdient. Am 28. März wird dem Un­kraut diese Ehre zu teil. Im Ka­len­der der ku­ri­osen Feiertage steht an die­sem Datum der „Tag des Un­krauts“. Um den land­läufig als Unkraut bezeichneten Wildpflanzen die ihnen gebührende Wert­schätzung zukommen zu las­sen, haben Garten-Freunde aus Amerika im Jahr 2003 den „Tag des Unkrauts“ ins Leben gerufen.

Ob eine wildwachsende Pflanze ein lästiges Unkraut, eine schöne Blume, ein hilf­reiches Heilkraut oder ein delikates Gemüse ist, das liegt immer im Auge des Be­trachters. Das Wissen um den Nutzen der Wild­pflan­zen ist ein entscheidendes Kriterium dafür, ob Men­schen sie schätzen und schützen.

Alle Pflanzen sind in irgendeiner Art und Wei­se nützlich. Die einen, wie etwa die Vo­gelmiere, be­decken das Erdreich und schüt­zen den Boden vor Austrocknung und Ero­sion, andere Wild­kräuter bieten mit ihre Blüten Nahrungsquelle und Lebensraum für Insekten und tragen maß­geb­lich zum Gleich­gewicht des Öko­sys­tems bei. Sie leisten also einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität und sind immer ein Indikator für die Be­schaf­fen­heit und die Nährstoffdichte des Bodens. Brenn­nessel und Löwenzahn sind bei­spiels­weise Stick­stoff­zeiger­pflanzen. Lab­kräuter und Schafgarbe wachsen bevor­zugt auf ma­ge­ren Stand­orten. Breitwegerich, Acker­schach­tel­halm und Klette weisen auf eine starke Verdichtung des Bodens hin. Giersch und Gun­der­mann lieben hu­mus­rei­che Erde. Letztere sind nicht nur hervorragende Bo­den­decker sondern auch ein wun­der­bares Ge­müse und ein aromatisches Würzkraut.

Gerade jetzt im Frühjahr, wenn das wilde Grün überall buchstäblich über Nacht aus dem Boden „schießt“ empfehlen wir Kräu­terpädagogen, es getreu dem Motto ,,nicht ärgern, sondern aufessen“ in der Küche zu verwenden.

Rezept für kulinarischen Unkrautgenuss:

Kraut- und Rüben-Quiche

Zutaten

  • 1 frischer Blätterteig oder salziger Mürbteig
  • 500g Wildgemüse (Brennnessel, Giersch, Melde)
  • 1 Zwiebel
  • 2 gelbe Rüben
  • 200g Spitzkraut, Chinakohl, Mangold oder Kohlrabi
  • 100g Schinkenwürfel
  • 200g Feta
  • 1 Becher Sauerrahm
  • 1 Ei
  • je ½ Teel. Salz, Thymian, Bohnenkraut, Oregano
  • 1 Mozzarella

Zubereitung

Wildgemüse, Zwiebel, gelbe Rüben, und Kraut kleinschneiden. Alles zu­sam­men kurz an­düns­ten und etwas abkühlen las­sen. Schinkenwürfel, Sauerrahm, Feta, Gewürze und das Ei unter das Gemüse mischen.
Ein Kuchen- oder Quicheform mit  Blät­terteig oder pikantem Mürbeteig aus­kleiden. Auf dem Teigboden die Ge­müse­füllung verteilen. Die Quiche im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen. Etwa 10 Minuten vor Ende der Backzeit den in Scheiben ge­schnit­te­nen Mozzarella auf das Gemüse legen.
Die Gemüsezutaten sind nach Be­lie­ben und Jahreszeit variabel.

von Kräuterpädagogin Angela Eiblmeier, Osterhofen |  www.wildkraeutergenuss.de

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